Service á l'anglaise
Bei dieser im 18. Jhd. recht beliebten Servierform befindet sich eine große Zahl verschiedener Speisen auf der Tafel, wobei die Gäste sich selbst bedienen. Die Dienerschaft sorgt nur für Nachschub bzw tauscht Speisen aus. Man spricht von 2 (oder mehr) Gängen, was aber eine andere Bedeutung hat als bei modernen Servierformen. Der 2. Gang bedeutet nur, daß neue Speisen aufgetragen werden. Man behält Platz und auch das Besteck wird nicht gewechselt. Im Bedarfsfall wird ein neuer Teller gereicht. Wir werden alten Traditionen soweit folgen, daß es 2 Hauptgänge und einen 3. Gang gibt, der nur Obst und Käse umfaßt. Diesen werden wir aber in Form eines späteren Buffets anbieten, so daß wir nicht zu lange an der Tafel verweilen müssen und ausreichend Zeit für den musikalischen Teil des Abends haben.
Die sportliche Herausforderung bei dieser Art des Servierens liegt in der Kunst sich die Speisen heranzuholen ohne Zwischenfälle, wie umgestürzte Weingläser, zu provozieren. Im 18. Jahrhundert hatte man die Sitte ein Weinglas immer gleich auszutrinken (d.h. es wurde nicht automatisch nachgeschenkt wie heute). Wir empfehlen es bei dieser Gelegenheit auch so zu machen. Es muß eigentlich nicht eigens erwähnt werden, daß die Herren am Tisch stets die Aufgabe haben die Damen zu bedienen
